RTL bekommt die Bohlen Quittung

24. September 2008 
Glotze, Nervig

Natürlich gehören die wüsten Sprüche des “Dieter Bohlen” irgendwie zu “Deutschland sucht den Superstar” allerdings überschreitet er auch des öfteren die Grenze von lustig zu unverschämt.

Aus diesem Grund soll nun der Sender RTL 100.000 Euro Strafe bezahlen. Eigentlich sollte es jedem Kandidaten klar sein, dass er sich in dieser Show zu 90 Prozent lächerlich macht und wenn überhaupt, zu 10 Prozent die Chance auf einen Recall hat. Von der astronomisch geringen Chance, diesen Wettbewerb zu gewinnen einmal abgesehen. Also gehen Sie einmal lieber davon aus, dass man über Sie lachen wird wenn Sie dort mitspielen.

Nun gibt es verschiedene Vorgehensweisen wie dieses Problem gelöst werden kann zum einen, könnte man einfach dem Kandidaten mitteilen, “so leider nicht” oder man kann es wie “Dieter Bohlen” formulieren “Du klingst wie Mrs. Piggi beim Sex mit Kermit”.

Die zweite Version ist bestimmt die lustigere aber für zartbesaitete Menschen, die ihre künstlerische Fähigkeiten überschätzen, ein Schlag ins Gesicht bzw. eine Beleidigung. Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus beidem, einerseits dem Versagen und andererseits der Demütigung. Für die Zuseher lustig für den betreffenden eine ernste Sache.

Das wurde jetzt auch vom Gericht so gesehen und der Sender wurde zu 100.000 Euro Strafe verurteilt, die der Sender inzwischen auch akzeptiert hat. In Zukunft werden auch Jugendschützer die Sendungen überwachen und diese auch vor der Ausstrahlung kontrollieren. Zudem hat der Sender nun auch selbst angeboten die Sendungen der “Freiwilligen Sebstkontrolle”, kurz FSK vorzulegen.

Die KJM war im Juli nach der Überprüfung der RTL Stellungsnahme zum Schluss gekommen, dass die Städte Castings wiederholt gegen die Richtlinien des Jugendschutzes verstoßen hätten. Beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten würden im Format als normal dargestellt.

Zu “Dieter Bohlen” gibt es noch eine neue Entscheidung aus einer privaten Klage. Das Gericht kam zum Schluss, wer zu “Dieter Bohlen” gehen würde, der müsste damit rechnen, von ihm beleidigt zu werden. “Dieter Bohlen” begrüßte diese Entscheidung, versprach aber diesen Umstand der Entscheidung nicht weiter auszunutzen.

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