Romy Schneider wird 70
19. September 2008
Personen
Auch wenn Romy Schneider erst diese Tage 70 werden würde, möchte ich ihr trotzdem schon vorab ein kleines Spezial widmen. Romy die eigentlich Rosemarie Magdalena Albach heißt, wurde am 23. September 1938 in Wien geboren und ist am 29. Mai 1982 in Paris gestorben. Romy wurde 43 Jahre alt.
Romy war die Ikone des deutsch-österreichischen Films und ist diese scheinbar auch noch heute. Wenn man nach den größten deutschsprachigen Stars fragt, dann hört man Namen wie Klaus Kinsky, Heinz Rühmann oder Mario Adorf aber vor allem hört man immer wieder den Namen Romy Schneider.
Romy hatte ihr erstes filmisches Debut 1953 in dem Film “Wenn der weiße Flieder wieder blüht” (als Evchen Forster). Einen weiteren Darsteller, den Sie eventuell auch kennen, den man hier nämlich auch sehen kann ist Götz George, über den hatte ich erst vor kurzem geschrieben.
Es folgten schnell hintereinander Feuerwerk, “Mädchenjahre einer Königin” und “Die Deutschmeister”. In “Peter und der Wolf”, unter der Leitung von Herbert von Karajan war Romy die Erzählerin. Ihren großen Durchbruch hatte Romy Schneider in der Sissi-Trilogie. Diese Rolle machte Sie auch über ihren Tod hinaus unsterblich.
Soweit waren wir aber noch nicht, Romy lernte nämlich bei Dreharbeiten Alain Delon kennen und zog mit ihm nach Paris. Wenn Sie wollen, die Pitts der 60er Jahre. In Paris spielten die beiden übrigens dann auch erfolgreich Theater. Unter anderem auch das Stück, “Schade, dass sie eine Drine ist”.
Diese traute Zweisamkeit hielt bis 1964 bis zu dem Punkt an dem sich Alain Delon und Romy Schneider wieder trennten. Diese Trennung lastete schwer auf Romy und gipfelte schließlich in einem Selbstmordversuch.
Im Jahr 1966 war scheinbar die Welt wieder in Ordnung für die Schauspielerin, denn da heiratete sie den Schauspieler und Theaterregisseur Harry Meyen. Im selben Jahr, am 3. Dezember 1966 wurde dann ihr Sohn David Christopher geboren.
Romy drehte noch einen weiteren Film an der Seite Delons, dieser Film wurde auch ein großer kommerzieller Erfolg. Ihren künstlerischen Fokus legte Romy in den 70ern weiter Richtung Frankreich und drehte dort den einen oder anderen Film.
In dem Artikel des Sterns von 1971 war Romy eine der 371 Frauen die öffentlich zugaben, abgetrieben zu haben. Das war für die damalige Zeit undenkbar und eine ganz besondere Art der Emanzipation. Wenn Angelina Jolie sich heute nur annähernd so wie Romy damals verhalten würde, würden wir einmal in der Woche eine richtige Schlagzeile haben. Mit richtiger Schlagzeile meine ich, etwas anderes als ein neues Kind adoptiert oder mit dem Flugzeug in Paris gelandet.
Romy lies sich im Jahr 1975 von ihrem Mann scheiden. Im Jahr 1975 heiratete sie erneut den elf Jahre jüngeren Sekretär Daniel Biasini. Am 21. Juli 1977 kam die gemeinsame Tochter “Sahrah Magdalena” zur Welt. Am 14. April 1979 nahm sich Romys Ex-Ehemann Harry Mayen das Leben, der scheinbar nie über die Trennung von Romy hinweg kam.
Das Jahr 1981, war kein gutes Jahr für Romy. Die Ehe mit dem Sekretär wurde geschieden und sie selbst musste sich einer schweren Nieren Operation unterziehen.
Am 5. Juli 1981 fing dann an ihre Welt zu zerbrechen. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als ihr damals vierzehnjähriger Sohn verunglückte, als er über einen Zaun, mit Spitzen kelterte und sich dabei aufspießte. Er verstarb noch am gleichen Tag, an seinen schweren Bauchverletzungen, im Hospital.
Nach der Premiere ihres letzten Filmes, wurde Romy Schneider im Mai 1982, von ihrem neuen Lebensgefährten Laurent Petin, tot in ihrer Wohnung in Paris gefunden. Von der Presse wurde ihr Tod auch gleich als Selbstmord gedeutet. Nachdem die Obduktion auf Herz versagen schließen lies, formulierte es die Presse als “Tod aus gebrochenen Herzen” um.
Romy Schneider ruht auf einem Friedhof in der Nähe von Paris und wenn sie in der Nähe von Paris sind und auf diesem kleinen Friedhof, nach dem Grab von Romy Schneider suchen, dann werden Sie es nicht finden. Alain Delon, immer noch ihr guter Freund, hatte nämlich die Beerdigung veranlasst und ihrem Wunsch entsprochen und sie unter ihrem bürgerlichen Namen beigesetzt, “Rosemarie Albach”.


Die Tochter von Romy heisst übrigens Sarah
und ist inzwischen selbst ne erfolgreiche Schauspielerin.
… und das Grab findet man, wenn man eben den bürglichen Namen kennt, doch sehr gut … halt inmitten der ganzen Gräber des kleinen Ortes Boissy. Ob das nun hauptsächlich Delon veranlasst hat, sie unter dem Namen zu beerdigen, fragt sich noch – ich denke eher, dass das hauptsächlich IHR Wunsch war, dem er, wie sich das gehört, nachgekommen ist.
Ich war jedenfalls schon dort und für mich persönlich war das wahnsinnig bewegend.
Ich fands in diesem Jahr schön, dass nicht nur die früheren Filme anlässlich ihres Geburtstages gezeigt wurden, sondern auch ne ganze Menge der französ. Filme, auf die sie doch eher mit Stolz blickte.
Schade, dass es durch ihren frühen Tod nicht noch mehr anspruchsvolle Filme mit ihr gibt.
Hallo Sylvia,
dass mit dem Grab hat sich auf die Beerdigung unter dem bürgerlichen Namen bezogen. Alain Delon hat diese für sie veranlasst.
Die beiden hat ein sehr starkes Band, sogar über ihren Tod hinaus verbunden. Was zwischen diesen beiden außergewöhnlichen Menschen war, können wir nur spekulieren.
Ich empfehle dir auch den zweiten Teil des Artikels denn Alain Delon hatte gestern Geburtstag.
Alain Delon