Philip K. Dick

16. Dezember 2008 
Personen

Heute schreiben wir über den Autoren, der Hollywood wohl am nachhaltigsten geprägt hat und der am 16. Dezember 1928 auf die Welt kam.

Philip Kindred Dick, wurde am 16. Dezember 1928 in Chicago, Amerika als Sohn von Dorothy und Joseph Edgar Dick, eines Ermittlers des Landwirtschaftsministeriums, geboren. Philip K. Dick kam als Zwilling zur Welt aber die jüngere Schwester stirbt nur wenige Wochen nach der Geburt.

Vielleicht hat Philip K. Dick auch deswegen, in seinen Geschichten, die Paranoia etabliert, da die beiden Eltern für den Staat arbeiteten und er schon immer ein eher schwieriges Verhältnis zu ihnen hatte. Als die Eltern geschieden werden, nimmt die Mutter Philip Kindred Dick mit nach Washington, wo sie Abreit gefunden hatte. Kindred war der Familienname der Mutter vor der Ehe – für das K. im Namen.


Next Trailer (Auch von Philip K. Dick)

Schon sehr früh bemerkte ein Lehrer von Philip K. Dick, dass er das Interesse und die Fähigkeit besäße, Geschichten zu erzählen. Im Jahr 1938 kehren Mutter und Sohn wieder zurück nach Kalifornien.

Philip K. Dick besucht die Berkley High School, in der er auch seinen Abschluss macht. Nach diesem besucht er die Universität von Kalifornien und heiratet ein Jahr nach seinem Abschluss an der High School, im Jahr 1948 Janette Marlin. Die Ehe hält 6 Monate. Philip K. Dick ist allerdings nicht gern allein und ist von 1950 bis 1959 mit Kleo Apostolides verheiratet. Aber das werden Sie noch sehen.


The Matrix Trailer englisch (Diese Geschichte ist im Original wirklich von Philip K. Dick inspiriert mit dem Teil 2 und 3 hat das aber wenig zu tun)

Bis zum Jahr 1952 arbeitet Philip K. Dick in einem Plattenladen und ist auch als Radio Moderator tätig. Zu dieser Zeit ist er noch Student. Als er dann schließlich eine Kurzgeschichte verkauft, entschließt er sich dazu an einem Roman zu arbeiten. Wegen seinem aufsässigen Verhaltens wird Philip K. Dick schließlich exmatrikuliert.

Nachdem Philip K. Dicks Frau zum linken Lager zählt, beziehungsweise kommunistische Aktivitäten verfolgt, wird das Paar im Jahr 1955 vom FBI besucht. Was hier im Widerspruch steht ist die Information, dass dem Paar angetragen wurde, als Informanten in Mexiko zu arbeiten. Nach dieser Information lehnen das auch beide ab.


Minority Report Trailer englisch – (Genau die ist auch Philip K. Dick, etwas zu sehen, das nie möglich ist und dieses zu verhindern aber am Schluss passiert es doch und aus gutem Grund)

Philip K. Dick ist sehr belesen er verschlingt Werke aus Religion, Philosophie, Metaphysik und Gnostizismus und studiert sogar kurze Zeit Germanistik. In seinen Geschichten tauchen auch immer wieder deutsche Redewendungen auf. Obwohl seine Geschichten eine ganz besondere Qualität haben, ist die Bezahlung innerhalb der Science-Fiction eher schlecht und aus diesem Grund beschließt Philip K. Dick die Schlagzahl zu erhöhen und produziert einfach mehr Werke. Unserer Meinung nach ist dieses Verhalten recht ungewöhnlich für einen Autoren, da man nicht einfach kreative Überstunden machen kann.


Bladerunner Trailer englisch – (Man spürt hier ein wenig seinen direkten Einfluss)

Von 1959 bis ins Jahr 1964 ist Philip K. Dick mit Anne Williams Rubinstein verheiratet und zusammen mit ihr die Tochter Laura. Die klassischen Werke, die Dick in dieser Zeit veröffentlichen will, werden nicht abgenommen. Zu dieser Zeit war Philip K. Dick bereits auf das Science-Fiction Genre festgelegt.

Er beginnt mit Drogen zu experimentieren und schreibt unter dem Einfluss von Amphetaminen und LSD, unter Zuhilfenahme von Aufputschmittel bis zu 60 Seiten am Tag. Viele Erfahrungen aus dieser Zeit und wahrscheinlich auch die Stimmung der Paranoia, fließen später in seine Werke ein.

Im Jahr 1966 heiratet Philip K. Dick Nancy Hacket. Die Tochter Isolde, kurz Isa, wird im Jahr 1967 geboren aber auch diese Ehe wird bald geschieden. Im Jahr 1972 gehen die beiden getrennte Wege. Bevor Dick erneut heiratete spendete er seine Manuskripte an die Universität von Kalifornien.

Im Jahr 1973 heiratete Philip K. Dick, seine fünfte Frau Leslie Busby und im gleichen Jahr kommt der gemeinsame Sohn Chrisopher zur Welt. In Vancouver versucht sich der Schriftsteller umzubringen und begibt sich in Behandlung in ein Drogen-Rehabilitationszentrum.


Paycheck Trailer englisch

Nachdem Philip K. Dick jahrelang unter Drogeneinfluss stand und seinen Körper auf das äußerste ausgebeutet hatte, machten sich das nun bemerkbar. Philip K. Dick schreibt im Jahr 1972 Briefe ans FBI und bezichtigt einen Kollegen mysteriöse Botschaften in seinen Büchern zu verschlüsseln. Er selbst wäre auch von einer geheimen Organisation angesprochen worden und darum gebeten worden aber dies hätte er abgelehnt. Wenn Ihnen das wie in “A Beautiful Mind” vorkommt, sind Sie wahrscheinlich auf der richtigen Färte.

Im Jahr 1974 hat Philip K. Dick einige Visionen und ist bis zu seinem Tod, auf der Suche nach deren Ursprung. Philip K. Dick schreibt seine Ergebnisse schließlich in einem weiteren Buch nieder. Philip K. Dicks Paranoia prägt sich zu diesem Zeitpunkt immer weiter aus und er beschuldigt schließlich das FBI und den KGB in sein Haus eingebrochen zu haben.

Kurz vor seinem Tod wird schließlich das Talent von Philip K. Dick erkannt und als die Rechte am Buch “Do Androids Dream of Electric Seeps?” von United Artists gekauft werden, sieht es so aus, als ob sein Leben die Anerkennung findet, die es verdiente.


A Scanner Darkly Trailer englisch (Aus Philips Drogenzeit)

Philip K. Dick wird zwar in die Entstehung von “Bladerunner”, so wie der Film dann heißt, eingebunden aber verstirbt vor dessen Uraufführung an einem Herzinfarkt, dem mehrere Gehirnschläge voraus gingen. An seinem Todestag dem 2. März 1982, in Santa Ana – Kalifornien, werden die lebenserhaltenden Systeme abgeschalten und Philip K. Dick stirbt.

Begraben wurde Philip K. Dick bei Fort Morgan – Colarado im gleichen Grab wie seine Zwillingsschwester.


Imposter Trailer englisch – Wenn sie diesen Film nicht kennen, sollten Sie ihn ansehen, ein typischer Philip K. Dick

Warum wir heute soviel über diesen Autoren schreiben? Weil er ein interessantes Leben hatte, oder? Nein – das ist es nicht. Philip K. Dick hat das Kino und Hollywood mehr als irgend ein anderer Autor geprägt und selbst wenn es Autoren wie Michael Chrichton gab, oder Steven King, den es immer noch gibt, sind diese nur ein müder Abklatsch eines wirklich großen Künstlers. Den er hatte die Idee und die anderen haben ihn nur kopiert.

Zu den direkten Verfilmungen zählen Filme wie “Total Recall”, “Matrix”, “eXistenz”, “Imposter”, “Trueman Show”, “Minority Report”, “Paycheck”, “A Scanner Darkly” und “Next”.

Das was Hollywood aber weit stärker geprägt hat ist die Art wie bei Philip K. Dick Gedanken verfolgt und so können Sie in einem Großteil der aktuellen Produktionen immer wieder Anleihen auf einen wirklich Großen der Branche Finden. Immer dann, wenn sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung drehte als sie das zuerst vermutet hatten, dann ist Philip K. Dick mit im Spiel. Ob Sie nun “Akte X” oder “24″ sehen, das was Sie sehen, hat seine Wurzeln hier.

Philip K. Dick schrieb zu Lebzeiten 120 Kurzgeschichten und über 40 Romane. Zu seinen Ehren wurden verschiedene Preise oder Auszeichnungen eingerichtet. Unter anderem auch der “Philip K. Dick Award”.

Wenn Sie also zum nächsten Mal, sich über eine überraschende Wendung oder eine verzwickte Handlung freuen, denken Sie bitte daran, diese hatte an dieser Stelle ihren Ursprung. (mc)

Anmerkung: die richtig guten Autoren sind scheinbar alle drogenabhängig…

Philip K. Dick

Kommentare

4 Antworten to “Philip K. Dick”
  1. Chaosdada sagt:

    Naja, dass Dick einen Anteil an allen überraschenden Wendungen und verzwickten Handlungen hat, halte ich für arg übertrieben. Aber ein ganz großer (und fleißiger) ist er auf jeden Fall.

    Drogen fördern halt die Kreativität, deswegen sind so viele gute Künstler abhängig.

  2. morecomp sagt:

    Doch, doch, es gibt einige Künstler die wirklich viel für unser heutiges Kino bzw. die heutige Unterhaltung gemacht haben. Einer von ihnen war Dick. Er ist wahrscheinlich nicht der einzige große Künstler aber er wird in Hollywood unzählige Male zitiert. Und deswegen für unser heutiges Kino relevant.

    Als jugendlicher habe ich viel Dick gelesen bis zu dem Punkt, an dem ich beinahe jede Handlung voraussehen konnte weil sie auf die eine oder andere Art in einem Dick Buch war.

    Dick war ein wirklich großer aber dazu am Besten selber recherchieren. Jede verzwickte Handlung beruht natürlich nicht direkt auf Dick aber manchmal ist die Inspiration für deren Handlung auch nur ein Film aufgrund eines Dick Buches.

    Übrigens nett von dir zu hören, die meisten lesen nur die Artikel und vereinzelt schreibt auch mal jemand.

  3. Chaosdada sagt:

    Den großen Einfluss möchte ich auch nicht bestreiten. Es ging mir nur um den letzten Absatz. Ich kenne durchaus auch Geschichten, die älter als Dicks sind und trotzdem überraschende Wendungen enthalten. Zu sagen, dass wenn man so etwas sieht oder liest, das seinen Ursprung bei Dick hat finde ich halt ein bisschen komisch. Ist aber auch nicht so wichtig.

    Ich wundere mich manchmal darüber, dass hier doch recht wenige Kommentare gemacht werden. Gibt doch so viel zu sagen.

  4. morecomp sagt:

    Dicks Einfluss sieht man ab den 70er Jahren. Was zuvor war hat wirklich nichts mit ihm zu tun. Zum Beispiel sind Hichkocks Filme auch nicht Dick motiviert aber im Modernen Kino, ist Dick wirklich wichtig. Es gibt wenige, die so einen starken Einfluss hatten.

    Jo, mit Kommentaren haben es die Meisten nicht so. Gestern hab ich einen blöden Kommentar abgefangen zu Gran Torino. Allerdings hab ich den Artikel zu der Zeit geschrieben, als gerade die Amerikaner drüber gesprochen hatten. Inzwischen ist ja schon mehr über den Film bekannt und sowas ärgert mich wieder…

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