Meat Loaf
27. September 2008
Personen
Meat Loaf ist englisch und bedeutet Fleischklops, im gebrauch wird die Bezeichnung allerdings für “falscher Hase” oder Hackbraten verwendet. Meat Loaf feiert heute Geburtstag.
Geboren wurde Meat Loafe am 27. September 1947 in Dallas, Amerika. Meat Loaf heißt eigentlich Marvin Lee Aday. Da bleiben wir doch lieber bei Meat Loaf. Meat Loaf ist Rocksänger und Schauspieler und nun zu seiner Geschichte im heutigen Geburtstagsspezial.
Meat Loaf, damals noch Marvin wurde als Sohn eines Polizisten und einer Lehrerin geboren. Meat Loaf hatte schon sehr früh Kontakt zur Musik. Seine Mutter sang im Gospel Chor der sich schon fast witzigerweise “Vodiodo” nannte. Ein Gospel Chor mit dem Name “Voodo” wäre wohl für eine Kirche doch zu extrem gewesen.
Meat Loaf hörte Werke von Bob Dylan und den Rolling Stones wo auch seine Wurzeln liegen. Über die Wundermaschine Dylen, habe ich erst gestern geschrieben und das sollten Sie sich irgendwann ansehen. Problematisch war das Verhältnis zu seinem alkoholkranken Vater dieser auch ab und zu gewaltätig wurde.
Nicht erschrecken lassen wie in jedem Live Auftritt wird eben auch hier ein bisschen mehr Wind gemacht als dahinter steckt. Für echte Meat Loaf Fans ein echter Leckerbissen und für alle anderen auch durchaus hörenswert bis zum Ende.
Sein Erstlingswerk, dass legendäre “Bat out of Hell” widmete er trotzdem seiner Mutter und seinem Vater. Obwohl dieser ihn auch schon mit einem Messer bedroht hatte. Einfach ein netter Mensch unser Fleischklops.
Wenn wir schon bei Spitznamen sind, den Namen “Meat” bekam er im Alter von zwei Jahren von seinem Vater aufgrund seines Übergewichtes. Diesen Spitznamen erwähnt Meat Loaf übrigens desöfteren in seinen Stücken.
Nach dem Krebstot seiner Mutter im Jahr 1967 verlies er seinen Vater und Trampte nach Los Angeles und hier gründete er diverse Rockbands die auch teilweise schon recht erfolgreich waren und in den Vorprogrammen von “Joe Cocker”, “Iggy Pop”, oder “The Who” spielten. Der richtige Erfolg sollte sich aber auf andere Weise einstellen.
Manchmal geht es im Leben eben einfach anders zu und so war es auch in diesem Fall wieder. Nachdem Meat Loaf sich mit Parkplatzwächter Jobs über Wasser hielt, versuchte er sich um eine Stelle zu bewerben, als er gefragt wurde was er noch könnte außer auf Autos aufpassen, sagte er singen. Daraufhin wurde Meat zum Vorsingen für das Musical Hair eingeladen, das Vorsingen verlief erfolgreich und so er erhielt eine Rolle.
Aufgrund der Rolle im Musical wurde “Motown Records” auf ihn aufmerksam, die ihn förderten. Nach einer Tour schloss er sich wieder dem Musical Hair an, dass inzwischen am Broadway lief. Bei einem weiteren Vorsingen traf er mit dem Songwriter Jim Steinman zusammen der musikalisch in seinem Leben eine große Rolle spielen sollte.
1973 als Meat Loaf zurück in New York war, erhielt er den Anruf ob er mit einem Angagement bei der “Rocky Rorror Picture” Show teilnemen wollte. Meat Loaf spielte hier den Eddi obwohl er gerade am Album “Bat out of Hell” arbeitete. Dieser Klassiker hätte eigentlich auch ein Musical werden sollen, dass in die Rocker Szene versetzt wurde.
Nach vielen Ablehnungen war schließlich doch eine Plattenfirma dazu bereit “Bat out of Hell” zu verlegen. Cleveland International Records entschied sich dazu und die Fledermaus aus der Hölle wurde am 21. Oktober 1977 veröffentlicht. Nur damit Sie dass auch wissen, die Fledermaus ist das 7. meistverkaufte Album aller Zeiten. Nur gut Ding muss gut Weile haben und die Verkäufe sprangen erst im Jahr 1978 richtig an, was dem grandiosen Erfolg keinen Abbruch tat. Die Fledermaus führte nämlich einige Wochen die Charts rund um die Welt an und hielt sich genau 395 Wochen in den US Charts.
Nach der Tour hatte Meat Loaf eine schwere Stimmerkrankung und man war sich nicht sicher ob er wieder genesen würde. Das geplante Album “Renegade Angel” wurde darauf hin nicht von ihm, sondern von Jim Steinman als “Bad for Good” eingesungen. Ein großer Erfolg wie wir heute alle wissen. Wie hieß das Album noch?
Als im Jahr 1981 die Stimme von Meat Loaf wieder hergestellt war, überlies ihm Steinman einige der ausrangierten Songs aus seinem Album. Sein Nachfolge Album Dead Ringer von 1981, schaffte auch gleich wieder gute Positionen und in England sogar einen Platz 1.
Es kam zum Bruch mit Jim Steinman und seinem damaligen Manager. Allerdings musste er auf Grund seiner vertraglichen Verpflichtungen ein weiteres aber eher durchschnittliches Album veröffentlichen und so floppte dieses Album dann schließlich auch. Meat Loaf war gezwungen Offenbarungseid zu leisten und war gegen mitte der 80er Jahre schließlich vor dem Bankrott.
Die Zusammenarbeit der Plattenfirma und dem Management wurde aufgekündigt was bei Meat Loaf zu einem Nervenzusammenbruch führte. Schießlich verfiel er dem Alkohol und erst nach einer erfolgreichen Entziehungskur ging es wieder Aufwärts mit dem Sänger.
1986 wanderte Meat Loaf kurz unter die Fittiche von “Frank Farian”, wenn Sie den nicht kennen, dass war der mit “Boney M.” und “Milli Vanilli” aber auf ihn einzugehen würde mindestens einen Artikel füllen. Frank und Meat Loaf beendeten die unerfolgreiche Partnerschaft nach ihrem ersten Album.
Im Jahr 1987 versöhnte sich Meat Loaf und Jim Steininger und arbeiten an “Bat out of Hell II (Back into Hell)” zurück in der Hölle. Trotz der Versöhnung war die Stimmung zwischen Meat Loaf und Jim Steiniger weiter angespannt.
1993 gelang dann dass, mit dem keiner gerechnet hatte. Meat Loaf kam mit einem Paukenschlag zurück auf die musikalische Bühne und erhielt für den zweiten Teil der Fledermaus und dem Song, “I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)” einen Grammy. Der Grammy ist der Oscar für Musiker.
Wenn Sie mit dem Video Probleme haben, sollten Sie hier klicken.
Im Jahr 2006 erschien dann der dritte Teil der Fledermaus an dem Jim Steininger nur noch am Rande mitwirkte. Im Jahr 2007 war Meat Loaf auf Deutschland Tour und heute hat dieser wirklich große Künstler Geburtstag. Wir wünschen ihm alles Gute und viel Erfolg mit deinen Fledermäusen auch in Zukunft.

