Meat Loaf

26. September 2009 
Highlights, Spezial

Meat Loaf ist englisch und bedeutet Fleischklops, im Gebrauch wird die Bezeichnung allerdings auch für “falscher Hase” oder “Hackbraten” verwendet.

Geboren wurde Marvin Lee Aday alias Meat Loaf am 27. September 1947 in Dallas, Amerika. Meat Loaf ist ein Rocksänger und Schauspieler und im heutigen Geburtstagsspezial.

Meat Loaf wurde als Sohn eines Polizisten und einer Lehrerin geboren. Meat Loaf hatte sehr früh Kontakt zur Musik. Seine Mutter sang im Gospel Chor der sich “Vodiodo” nannte. Ein Gospel Chor mit dem Name “Voodo” wäre wohl für die Kirche doch zu aufwieglerisch gewesen.

Meat Loaf hörte Werke von Bob Dylan und den Rolling Stones wo auch seine Wurzeln liegen. Über die Wundermaschine Bob Dylen hatten wir bereits geschrieben und man könnte diesen Artikel zusätzlich ansehen. Problematisch war das Verhältnis zu seinem alkoholkranken Vater dieser auch ab und an gewalttätig war, um seinen Frust am Leben zu bewältigen.


Anything for Love

Sein Erstlingswerk, das legendäre Bat out of Hell widmete er trotzdem seiner Mutter und seinem Vater, obwohl der Vater bereits mit einem Messer bedroht hatte.
Eben ein feiner Zug von unserem Fleischklops.

Nach dem Krebstod seiner Mutter im Jahr 1967 verließ er seinen Vater und trampte nach Los Angeles und hier gründete er diverse Rockbands, die auch teilweise schon recht erfolgreich waren und in den Vorprogrammen von Joe Cocker, Iggy Pop, oder The Who spielten. Der richtige Erfolg sollte sich aber auf andere Weise einstellen.

Manchmal geht es im Leben eben anders und so war es auch in diesem Fall wieder. Nachdem Meat Loaf sich mit Parkplatzwächter Jobs über Wasser hielt, versuchte er sich um eine Stelle zu bewerben und als er gefragt wurde, was er noch könnte außer auf Autos aufpassen, sagte er nur singen. Daraufhin wurde Meat Loaf zum Vorsingen für das Musical Hair eingeladen, das Vorsingen verlief erfolgreich und so er erhielt er auch die Rolle.

Aufgrund dieser Rolle, im Musical wurde Motown Records auf ihn aufmerksam, die ihn weiterhin förderten. Nach einer Tour schloss er sich wieder dem Musical Hair an, das inzwischen am Broadway lief. Bei einem weiteren Vorsingen traf er mit dem Songwriter Jim Steinman zusammen der musikalisch in seinem Leben eine große Rolle spielen sollte.

Im Jahr 1973 als Meat Loaf zurück in New York war, erhielt er den Anruf ob er mit einem Engagement bei der Rocky Rorror Picture Show teilnehmen wollte. Meat Loaf spielte hier den Eddi, obwohl er gerade am Album Bat out of Hell arbeitete. Dieser Klassiker hätte eigentlich auch ein Musical werden sollen, das in die Rocker Szene versetzt wurde. Aber echte Loaf-Fans wissen, dass es anders kam.

Nach vielen Ablehnungen war schließlich doch eine Plattenfirma dazu bereit, Bat out of Hell zu verlegen. Cleveland International Records entschied sich dazu und die Fledermaus aus der Hölle wurde am 21. Oktober 1977 veröffentlicht. Dazu sollte man wissen, die Fledermaus ist dass 7. meistverkaufte Album aller Zeiten.

Nach der Tour hatte Meat Loaf eine schwere Stimmerkrankung und man war sich nicht sicher ob er wieder genesen würde. Das geplante Album “Renegade Angel” wurde darauf hin nicht von ihm, sondern von Jim Steinman als Bad for Good eingesungen.

Als im Jahr 1981 die Stimme von Meat Loaf wieder hergestellt war, überließ ihm Steinman einige der ausrangierten Songs aus seinem Album. Sein Nachfolge Album Dead Ringer von 1981, schaffte auch gleich wieder gute Positionen und in England sogar auf Platz 1.

Es kam zum Bruch mit Jim Steinman und seinem damaligen Manager. Allerdings musste er auf Grund seiner vertraglichen Verpflichtungen, ein weiteres aber eher durchschnittliches Album veröffentlichen und so floppte dieses Album auch. Meat Loaf war gezwungen Offenbarungseid zu leisten und war gegen Mitte der 80er Jahre schließlich vor dem Bankrott.

Die Zusammenarbeit der Plattenfirma und dem Management wurde aufgekündigt, was bei Meat Loaf zu einem Nervenzusammenbruch führte. Schließlich verfiel er ebenfalls dem Alkohol und erst nach einer erfolgreichen Entziehungskur ging es wieder Aufwärts mit dem Sänger.

Im Jahr 1986 wanderte Meat Loaf kurzzeitig unter die Fittiche von “Frank Farian”, wenn man Farian nicht kennt, er war der Kopf hinter Boney M. und Milli Vanilli. Frank und Meat Loaf beendeten die wenig erfolgreiche Partnerschaft nach dem ersten Album.

Im Jahr 1987 versöhnten sich Meat Loaf und Jim Steininger und arbeiten an Bat out of Hell II (Back into Hell) (dt. Zurück in die Hölle). Trotz der Versöhnung war die Stimmung zwischen Meat Loaf und Jim Steiniger weiterhin angespannt.

Im Jahr 1993 gelang dann das, mit dem keiner mehr gerechnet hatte. Meat Loaf kam mit einem Paukenschlag zurück auf die musikalische Bühne und erhielt für den zweiten Teil der Fledermaus und dem Song, I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That) einen Grammy.


I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)

Im Jahr 2006 erschien dann der dritte Teil der Fledermaus an dem Jim Steininger nur noch am Rande mitwirkte. Im Jahr 2007 war Meat Loaf wieder auf Deutschland Tour. (mc)

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