Leiharbeit undercover

22. Oktober 2008 
Glotze

Das Erste wird am Montag den 27. Oktober 2008 eine ziemlich kritische Reportage bringen. Sollten Sie sich dafür interessieren können Sie schon vorab einige Details erfahren.

Seine gelbe Weste leuchtet schon von Weitem. Sie markiert ihn, zeigt, dass er anders ist als die anderen Arbeiter in der Werkshalle. Matthias P. ist Leiharbeiter. Er arbeitet Schulter an Schulter mit den Facharbeitern des Unternehmens.

Matthias P. bekommt sechs Euro brutto pro Stunde, weniger als die Hälfte des Lohns, den sein Nebenmann erhält, ein Festangestellter mit Tarifvertrag. Noch am Morgen saß Matthias P. in seiner Wohnung. In Hose und Leuchtweste hockte er neben dem Telefon. Er ist verpflichtet, bis eine Stunde vor Schichtbeginn zu warten, auf einen Anruf der Firma, die ihn verleiht.

Matthias P. gibt es erst seit einem Jahr. Der Name ist ein Pseudonym, hinter ihm verbirgt sich Markus Breitscheidel. Der Undercover-Rechercheur und Autor arbeitete für diesen Film über ein Jahr lang mit falscher Identität in der Leiharbeitsbranche, im Niedriglohnsektor.

Die Reportage begleitet Matthias P. bis zum Werkstor, seine Arbeitstage filmt er verdeckt. Nur so ließ sich dokumentieren, wie das Leben eines Leiharbeiters tatsächlich ist. “Viele aus der Stammbelegschaft behandeln mich, als hätte ich eine ansteckende Krankheit”, sagt Matthias P. die Story dokumentiert die Erlebnisse von Matthias P. und spricht mit seinen Kollegen, den festen und den ausgeliehenen. Die Story geht aber auch in die Betriebe und konfrontiert die Verantwortlichen.

Wir halten diese Unternehmenspolitik auch äußerst fragwürdig und sind der Meinung an dieser Stelle muss unser Staat einschreiten. Sollten Sie diese Sendung interessieren können Sie am Montag den 27. Oktober 2008 ins “Erste” schalten. Das ist wohl die Antwort auf Reich Ranicis verdummungsfernsehen.

Dein Kommentar!

Denkst du genau wie wir oder vielleicht ganz anders, das ist deine Möglichkeit uns eine Nachricht zukommen zu lassen!