Jane Birkin

14. Dezember 2008 
Personen

Jane Birkin gibt uns heute in unserem Spezial die Ehre, seien Sie also gespannt.

Jane Mallory Birkin wurde am 14. Dezember 1946, in London, England als Tochter von David Birkin eines Lieutenant-Comander der britischen Armee und Judy Campbell einer Schauspielerin geboren. Ihr Bruder ist der Schriftsteller und Drehbuchautor Andrew Birkin.

Wir könnten an dieser Stelle viel über die Schauspielerin schreiben aber Sie hat weniger durch Ihre Schauspielerei die Welt und den Film geprägt, sondern mehr durch ihre Musik, und dazu müssen wir doch etwas ausholen.


Jane Birkin

Den Durchbruch hatte Jane Birkin als Modell im Film Blowup. Dieser Film erhielt bei den Filmfestspielen in Cannes die Godene Palme. Der 1966 gedrehte Film gilt als wichtigster Film der 60er Jahre. Wenn Sie ein Cineast sind, dann ist es wahrscheinlicher, dass Sie diesen Film kennen, denn er ist auch heute noch ein Kultfilm.

Im Zuge der sexuellen Revolution entwickelte sich Jane Birkin, als eher flachbrüstiges Gegenstück zu Brigitte Bardot, zu einer anti Bardot und trat, wenn Sie so wollen, deren emanzipierte Nachfolge an.

Brigitte Bardot war der weibliche Superstar der 60er und 70er Jahre und hat bis heute keine ebenbürtige Nachfolgerin aber dies sollten Sie selbst recherchieren. Darstellerinnen wie Scarlett Johannsson oder Angelina Jolie, sind gerade eine light Version von Brigitte Bardot aber vielleicht widmen wir Brigitte Bardot ein eigenes Spezial an einem “unbestarten” Tag. Nun dreht sich diese Geschichte darum, warum Jane Birkin so bekannt wurde, um genau diese Superfrau, eben Brigitte Bardot.

Während eines Filmprojektes lernte Jane Birkin den Schauspieler und Sänger beziehungsweise Komponisten Serge Gainsbourg kennen und beginnt mit diesem eine Beziehung. Später heiraten die beiden. Aus der Ehe stammt die Tochter Charlotte Gainsbourg, die wiederum Schauspielerin und Sängerin ist.
Charlotte Gainsbourg hätte in Terminator 3 spielen sollen aber aus Termingründen, konnte Sie das Engagement nicht annehmen. Dass dieser Film schlecht war lag wohl nicht an der Schauspielerin, sondern am gesamten Konzept.

Nun wieder zu Brigitte Bardot, Serge Gainsbourg schrieb der damaligen Sexbombe, ein ganz besonderes Stück auf den Leib. Dieses hatte Brigitte Bardot sogar mit ihm zusammen eingesungen aber nie kommerziell veröffentlicht, da sie sich wegen dem Ergebnis schämte.

Also musste sich Serge Gainsbourgh etwas einfallen lassen und fragte seine Freundin ob sie versuchen würde diesen Song mit ihm aufzunehmen. Das Ergebnis überzeugte durch einen ganz besonderen Flair, der nur zwischen wirklichen liebenden entsteht und wurde so zum Megahit der 70er in Europa.

Obwohl “Je t’aime … moi non plus” oft von den Radiosendern boykottiert wurde, schaffte es das Lied in Österreich, Schweiz und England auf Platz 1 und in Deutschland auf Platz 3. Der Song schaffte sogar den Sprung über den großen Teich, kam aber dort nur auf Platz 69 der Charts. Eine wirklich interessante Zahl, gerade in diesem Kontext.

Im damals noch sehr prüden Deutschland war diese Platzierung für diesen Song durchaus gut. Bedenken Sie, wir befinden uns im Jahr 1969, bevor Oswald Kolle die Deutschen aufgeklärt hatte.

Für den Fall, dass Sie sich weder an das eine noch an das andere Stück erinnern können, wir haben für Sie recherchiert und einmal den Hit mit Jane Birkin und einmal die zurückgezogene Version mit Brigitte Bardot beigelegt. Wahrscheinlich wäre sogar die schlechtere Version mit Brigitte Bardot ein Erfolg geworden, allein durch ihre damalige Popularität aber den Charm der zweiten Version, konnte diese nie erreichen. Aber vergleichen Sie doch selbst.


Je t’aime … moi non plus – Jane Birkin
Dieser Song ist durch seine Ehrlichkeit ein ganz besonderes Stück und die Macher von heutiger Musik sollten sich darüber Gedanken machen, ob eine gute Stimme wirklich einen großen Hit ausmacht.

Bitte klicken Sie auf den Link, hier ist die Verknüpfung zu Youtube nur wegen der Grafik!

Je t’aime … moi non plus – Brigitte Bardot
Wenn sie englisch sprechen oder französisch wissen sie auch um was es in diesem Song geht. Diese Version ist englisch untertitelt.

Noch einmal zu Jane Birkin zurück, sie widmete sich weiter ihrer Schauspielkarriere und lebt seit ende der 60er Jahre in der Bretagne bei Saint Pabu. Sie war Ehefrau von John Barry und Serge Gainsbourg und Lebensgefährtin Jacques Doillon. Demnach heißen auch ihre Töchter, Kate Barry, Charlotte Gainsbourg und Lou Doillon.

Liebe Jane Birkin, vielen Dank für dieses ganz besondere Stück, dass die Welt im prüden Europa auf dem Kopf gestellt hat und mit die sexuelle Revolution eingeleitet hat. Wir wünschen dir an deinem Geburtstag alles nur erdenklich Gute und Liebe und wenn du für uns Zeit hast, uns würde wirklich interessieren, wie es zu dem Lied und deiner Aufnahme kam.

Jane Birkin

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