GEZ jetzt reichts

29. Dezember 2009 
Highlights, Kritik, Vermischtes

Wie es heute die Bildzeitung formulierte, sind die Gebühren die wir für die Grundversorgung bezahlen mehr als nur schlecht investiert worden. Es gibt über 20 Fernsehsender und 165 Radiosender die Personal und Kosten haben und außerdem sich jenseits von ihrem Auftrag bewegen würden.

Wie es die Bildzeitung richtig formuliert hat, ist es der schwammige Rundfunkvertrag der zur Zeit 7,6 Milliarden Steuergelder verschlingt. Auch wenn die GEZ und unser Staat die Runfunkgebühren nicht als Steuer deklarieren möchten, sind es doch solche.

Uns stellt sich wie unseren Kollegen von der Bildzeitung die Frage, Grundversorgung, was ist das? Unserer Meinung nach sollte Grundversorgung auf ein Radioprogramm und drei Fernsehprogramme beschränkt sein. Also ARD und ZDF und vielleicht noch ein regionales Programm. Wobei man die dritten Programme streichen könnte. In der heutigen Flut an Informationen ist es doch eher eine Randgruppe die sich diesen widmet und da wären wir schon beim Problem.

Unter Grundversorgung wird nach dem aktuellen Vertrag verstanden, dass die öffentlichrechtlichen Sender in Märkte gehen müssen, in denen wegen der Nische nur begrenzter Platz für private Sender existiert.

Nun kann man auch darüber streiten ob eine iPhone App wirklich notwendig ist aber nach dem aktuellen Vertrag zählt dies wohl zur Grundversorgung. Aber daran könnte sich doch bald etwas ändern.

Auch Deutschland ist Mitglied der europäischen Union und genau dort könnte gegen eine der teuersten Grundversorgungen der Welt Einspruch eingelegt werden. Ob diese Klage dann zugelassen oder abgewiesen wird ist zwar ein anderes Thema aber auch den deutschen Politikern sollte spätestens jetzt klar sein, dass gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Abo-Modelle wie die der GEZ, von den Bürgern ungern gesehen werden.


Kalkofes Mattscheibe formuliert das recht prägnant

Wie es der FDP-Medienexperte Burkhard Müller-Sönksen formulierte:

Wir brauchen nicht nur eine neue Gebührenregelung, sondern auch eine klare Definition für die Grenzen des öffentlichen Rundfunks.

Dieser Meinung waren auch wir schon lange aber scheinbar hatte man sich in Deutschland daran gewöhnt, immer neue Internetportale, Anwendungen für Portable Geräte, für die demnächst übrigens auch Gebühren erhoben werden sollen und Fernsehsender für eine Hand voll Zuseher anzubieten. Das sind aber nur die Gebühren und noch nicht einmal die Werbeeinnahmen die mit den Plattformen erzielt werden. Selbst wenn die öffentlichen Sender nicht so ergebnisorientiert wie die privaten Sender sind, dürfte diese Summe auch nicht unerheblich sein.

Der Grundgedanke ist jedenfalls richtig und zumindest wir möchten unser Geld lieber sinnvoller investieren als es unserem Staat zu schenken. Es könnte dann natürlich auch sein, dass dann wieder eine andere Gebühr ähm Steuer erhöht wird aber zumindest bezahlen wir dann weniger oder keine Rundfunkgebühren mehr. Quelle: www.bild.de (mc)

Kommentare

4 Antworten to “GEZ jetzt reichts”
  1. Kurt Kram sagt:

    Liebe Leute,

    das ist aber doch schon ewig in der Diskussion.
    Was ist jetzt neu?

    Und den Begriff Grundversorgung lese ich so:
    ein halbwegs unabhängige, ausgeglichene und gut recherchierte Berichterstattung.

    Vielleicht ist es sowieso der falsche Begriff. Ich finde den Gedanken des Minderheitenschutzes so verkehrt nicht.

    Ich weiss Angebote wie regionale Informationsprogramme und v.a. den DLF durchaus zu schätzen. Sonst könnte ich im Auto nur noch CD hören, weil das Geplapper auf sogenannten Musiksendern wirklich schwer erträglich ist.

    Ich sehe auch gerne mal einen alten, anspruchsvollen Film oder eine wirklich gute Reportage.

    Allerdings halte ich die digitalen Spartenprogramme für überflüssig. Ebenso den völlig überbordenden Internetauftritt. Eine gute Programminfo und ein paar aktuelle Nachrichten-Streams würdens auch tun.

    Naja, eine Europaklage bringt vielleicht ein bisschen Schwung in den Laden.

  2. Gerd sagt:

    Jetzt hier erst gar keine weiteren Diskussionen anfangen. Wie die Headline schon sagt: GEZ jetzt reichts!

  3. Dipl.Bw. Nadelstädt G. u.K. sagt:

    Der Präsident der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunk-anstalten (KEF), Heinz Fischer-Heidlberger, hat eine besonders strenge Überprüfung der Höhe der künftigen Rundfunk- und Fernsehgebühren angekün-digt. Es gibt kein Gesetz und keinen Beschluß, der die TV-Gebühr auf 17,98 Euro festschreibt! Es ist ein diktatorischer Skandal und eine Entmündigung der Bundesbürger pro Haushalt 17,98 Euro abzuzocken, auch wenn bestimmte Haushalte keine Rundfunk-und Fernsehgeräte besitzen. Wir nämlich auch nicht! Anstatt zu sparen, sollen sich die ohnehin schon abgezockten Bürger-Innen durch ARD und ZDF u.a.ungeniert durch weiteren Erhöhungen nach Bedarf in die schmalen Geldbeutel greifen lassen. Die Ministerpräsidenten sollten dieses bezahlen! Dann werden sie hoffentlich endlich feststellen, daß sie dazu auch nicht bereit wären. Jetzt reicht es!! Wir sind der Meinung, daß die GEZ keinen rechtlichen Anspruch haben sollte sich die Anschriften der Haushalte von den Einwohnermeldeämtern zu beschaffen. Wo bleibt denn hier der Datenschutz?? Sollten wir dieses ungerechte AbGEZzocke bezahlen, werden wir uns weigern und Klage bis zum Europäischen Gerichtshof erheben. Wir hoffen, daß die Bürger den Mut haben ebenfalls den Klageweg zu beschreiten! Wir beziehen in der Regel unsere täglichen Informationen aus der Tageszeitung. Jeder Bürger sollte das Recht haben zu bestimmen, was er als tägliche Information gebraucht. Im Urlaub stellten wir oft im Ausland im Hotel/Appartement fest, daß das deutsche Fernsehprogramm ziemlich niveaulos ist und schalten unverzüglich das Fernsehen ab! Wir haben genügend sinnvollen Lesestoff und brauchen daher privat auch kein Fernsehgerät. Wir lassen uns daher keine betrügerischen TV-Gebühren aufdrücken!
    Wir haben in der Vergangenheit die unverschämten Methoden der GEZ privat erleben müssen, zumal die GEZ-Mitarbeiter uns mit einer Zwangsanmeldung von 1000 Euro bedroht und genötigt haben. Daher erstatteten wir Strafan-zeige bei der Polizei. Die Nötigung haben sie zu Unrecht abgestritten. Durch ihr Verhalten haben die GEZ-Mitarbeiter den Hausfrieden gestört, dazu gab es nachbarschaftliche Zeugen, die dieses der Polizei auch bestätigten.
    Wir brauchen keinen teuren Showmaster und teure Moderatoren, deren Gagen eine teure Zumutung für die TV-Nutzer sind! Jeder Bürger muß sparen, nur die öffentlich-rechtlichen Rundfunkalten nicht. Warum beziehen z.B. die Showmaster und Moderatoren etc. nicht ein normales Einkommen? Selbst studierte Professoren verdienen nicht in solch immensen astronomischen Summen.
    Die TV-Steuer ist eine ungerechte ABZOCKE!!!

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