Das Star Trek Pradoxon

Nichts wurde bei uns häufiger diskutiert, als der neue Star Trek Film und die möglichen Auswirkungen auf die Serie, nun ist es an der Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen und das Thema Zeitreise näher zu betrachten.

Zuerst vorab, Zeitreisen sind ein sehr schwieriges Thema, dem man sich als Autor und gerade als Filmemacher nur mit der größten Vorsicht nähern sollte. Durch nichts in der Literarischen Welt können so leicht gravierende Fehler eingebaut werden. Gerade das haben wir beim neusten Star Trek Film auch befürchtet und erwartet aber es kam dann doch ganz anders.

Der Fakt, dass jede Zeitreise eine parallele Zeitlinie erzeugen würde, wurde beim neusten Abenteuer berücksichtigt und mehr noch, das Thema wurde so sehr ausgearbeitet, dass es mehr als sehr wahrscheinlich ist, dass es auch kein Wiedersehen mit dem Planeten Vulkan geben wird, denn dies wurde gar nicht geplant.


Star Trek 11 Trailer

Hoppla werden Sie vielleicht denken und alles was wir gesehen haben, die Serien bzw. Filme einfach alles was da kam, fand dass denn gar nie statt, haben die Schreiber der Geschichte denn jetzt alles verdorben, was wir je zuvor gesehen haben?

Kurz zusammengefasst, nein das haben sie nicht und mehr noch, es hat alles stattgefunden bis zu dem Punkt als Kirks Gegenspieler durch das schwarze Loch gefallen ist und die Zeitlinie verändert hat und dann würde es immer noch nicht ganz stimmen. Es gab also alles was die Enterprise auf ihren Reisen erlebt hatte, bis zu dem Punkt als Spock zurück kam. Eigentlich würde sogar die bestehende Zeitlinie weiter bestehen bleiben nur dann eben ohne Spock und dafür noch mit Vulkan. Soweit zur Theorie.

Die Idee hinter Roberto Oricis und Alex Kurtzmans Geschichte beruht auf der Multiversumtheorie und bedeutet soviel wie jede Zeitreise bedeutet auch eine neues Unviversum, Weltall oder Parallelität. Auch wenn es etwas übertrieben dargestellt wurde, dass Ganze kann man bereits in Sliders bewundern. Allerdings mit dem Unterschied, dass die Welten immer abstruser wurden und es eigentlich auch keine Zeitreisen stattfanden (wahrscheinlich).


Sliders Trailer

Was bedeutet das jetzt für diese Serie? Es bedeutet einfach alles. Während die alte Welt rund um Raumschiff Enterprise bestehen blieb, wird sich die Vergangenheit gänzlich anders entwickeln. Vielleicht wird Spock seine Gefühle entdecken und vielleicht wird James T. Kirk aus der Serie ausscheiden. Es könnten andere Geräte oder bessere erfunden werden. Ab jetzt ist alles möglich und verabschieden Sie sich von dem Gedanken, dass Vulkan gerettet werden muss. Vulkan könnte vielleicht irgendwie gerettet werden aber es würde in keiner Weise bedeuten, dass diese Geschichte in ihrer gewohnten Weise ihren Lauf nimmt. Star Trek wird neu entdeckt und wir werden beim Neustart in der ersten Reihe sitzen.

Freunden Sie sich mit dem Gedanken am besten an, dass Star Trek neu erfunden wurde und das unserer Meinung nach noch nicht einmal schlecht. Dinge die aus der Science-Fiction und Physik stammen, wie zum Beispiel der Warp Antrieb, haben wie hier in einer Multiversumtherorie und auch wenn das nicht Gene Roddenberrys Vision von einem Utopia entspricht, wird diese Welt doch die einzige sein die wir bekommen werden.

Auch wenn die Multiversumtheorie sehr dezent eingeführt wurde, ist diese doch der Grundstein für… für einen Neubeginn und dieser könnte uns sogar noch viele neue Wunder aus der Star Trek Welt zeigen, vielleicht geht es später auch noch in die Richtung des Schöpfers Gene Roddenberry aber wir sind jetzt schon gespannt, welche Wunder uns die Crew als nächstes zeigen wird. (mc)

Kommentare

2 Antworten to “Das Star Trek Pradoxon”
  1. noname sagt:

    Der Film ist ein einziger Fehler im ST-Universum:
    - in der Sternenflotte bekommt niemand (so wie das Kirk-Kind hier) schon nach seinem ersten Flug das Kommando über ein eigenes Schiff, schon gar nicht über das Flagschiff der Sternenflotte.
    - Kirk bekam nach Pikes Unfall (The Cage, Talos IV Tabu) erst das Kommando über die Enterprise, als jüngster Captain der Sternenflotte, nachdem er als Kadett auf der USS Faragut gedient hatte und ein wolkenartiges Gebilde jagte (TOS: Gefährliche Wolken, Der erdte Krieg)…
    - Kirk war niemals mit Uhura auf Du und Du…
    - Chekov dürfte nicht dabei sein! Der Charakter wurde erst in der zweiten Staffel Star Trek eingeführt. Aber diesen Fehler gab es schon in ST II. Wäre gut gewesen, wenn man diesen Fehler hier verbessert hätte…
    - Kirk hat braune Augen, der Schauspieler blaue…
    - Pille hat nichts mit DeForest gemein…
    - Wieso hat Spock Jim nicht gewarnt: “Gehen sie nie an Bord der Enterprise B. Dort werden Sie sterben.” Bei so vielen Eingriffen in das Raum-Zeit-Kontinium hätte das auch nix mehr ausgemacht…
    - Uhura intrigiert um auf die Enterprise zu kommen. Nur wer das stärkste Ego und die größten Ellenbogen hat, gewinnt. Das ist nicht Starfleet-Konform. – Mit anderen Worten: Eine Enterprise von Arschlöchern…
    - In den Action-Szenen ist das Bild meist verwackelt und man kann den Ablauf eine Raumschlacht nur erahnen. Besonders viel sieht man ja nicht…
    - In 11 Kinofilmen schlappe 3 (!!!) Zeitreisen? Man kann schon wetten, dass im nächsten Film eine Zeitreise stattfindet, um die alte Zeitlinie wieder herzustellen…
    - Der Name des Oberdepps der Romulaner ist NERO. Da frage ich mich: War das ein Romulaner oder ein Römer. Was blöderes kann einem nicht einfallen. Der nächste böse Romulaner heißt dann bestimmt Cäasar oder Calugula…
    - Dazu ist auch noch alles hahnebüchen konstruiert. Dass Nero (einfallsreicher Name *hust*) seinen Planeten nicht retten konnte, ist ja noch logisch nachvollziehbar. Aber wieso hat er über 20 Jahre gewartet, um die Föderation zu vernichten?
    - Von Zeitreisen durch ein Schwarzes Loch oder der Tatsache, dass bei der Vernichtung Vulkans weder Neros Schiff noch die Enterprise verschluckt wurden…
    - Der Oberhammer ist, daß Spock Kirk, nachdem er ihn genervt hat, nicht einfach in eine Arrestzelle schließt, sondern ihn (ohne Verpflegung) auf einen Eisplaneten schießt und ihn somit quasi zum Tode verurteilt. Genaugenommen ist Spock in diesem Film ein eiskalter Killer.
    - Dann diese superdummen Zufälle: Natürlich ist der Eisplanet genau der Planet im ganzen Universum, auf dem der Greisen-Spock (Limoy, warum hast du den Scheiß nur mitgemacht?!) haust. Noch schlimmer: Warum findet Kirk auf dem ganzen Planeten ausgerechnet die Höhle, wo sich der Vulkanier-Opa niedergelassen hat. Das ist zuviel des Zufalls. Daß auf ausgerechnet diesem Planten noch der gute alte (junge) Scotty hockt (zusammen mit dem komischen Reserve-Ewok) ist noch ein blöder Zufall obendrauf…
    - Mehr fällt mir gerade nich ein, aber wenn ich mir den Film ein zweites Mal ansehen würde (Gott behüte), könnte ich die Liste wahrscheinlich ins Unendliche verlängern. Ich werde mir den Film aber nie wieder geben, weil ich keine Lust habe, ein zweites mal zu kotzen…
    DAS SCHWARZE LOCH
    Wie uns heute schon bekannt ist, entsteht ein Schwarzes Loch durch einen sterbenden Stern… bla bla bla… kann man wo anders nachlesen, weil ich keinen Bock habe, das alles hier zu beschreiben. Lediglich möchte ich sagen, daß man durch ein Schwarzes Loch keine Zeitreise machen kann… totaler Überblödsinn. Und wenn man doch eine Zeitreise machen könnte, warum wurde Neros (der Name *zwinker*) Schiff am Ende des Films durch ein Schwarzes Loch zerstörtund nich in eine andere Zeitepoche versetzt? Überoberblödsinn!!!
    HUMOR IN ST 11
    Emotionale Szenen und ernsthafte Dialoge sind Abrams und der Drehbuchautoren Sache nicht, man spürt in jedem Moment ihre Unsicherheit, wenn es mal ans Eingemachte gehen müsste. Vielleicht flüchtet sich der Film deswegen oft in platte Kalauer und pubertäre Witzeleien. Chekovs Akzent ist sicher als superlustig gedacht, die an Teenieklamotten erinnernde Szene in der sich Kirk nach der Sexbalgerei mit einer grünen Alienschlampe unterm Bett versteckt und Uhura anspannert ist auch ganz superwitzig, Scottys (ein völlig verschwendeter Simon Pegg) Groundskeeper Willi Imitation genauso. Das sie einer Comic-Relief-Figur wie Scotty noch eine Comic-Relief-Figur als Sidekick zur Seite stellen spricht ebenfalls Bände. Pille aka Bones ist ein wandelnder Oneliner ohne jeden Charakter oder wirkliche Bedeutung. Und immer wieder schaler Slapstik. Ob dicke Finger und geschwollene Zunge ? superlustig, wenn man 11 ist ? lustige CGI-Tiere, herumstolpernde Crewleute oder die ungelenk hingeworfenen Anspielungen, die den Fans gönnerhaft serviert werden und etwa so subtil daherkommen wie Ingolf Lück der in der Wochenshow einen Scherz gemacht hat.
    Seht Kobayashi Maru!
    Seht Spock zieht die Augenbraue hoch!
    Seht das ist Captain Pike aus The Cage!
    Seht her der alte Spock zitiert die Sterbeszene aus einem viel besseren Film.
    Seht Pille sagt: I?m a doctor not a physicist! Seht Pille verflucht Spock als greenblooded Goblin!
    Seht sie erwähnen Captain Archer aus Enterprise!
    Seht Spock sagt zum ersten mal Fascinating!
    Immer bleibt die Kamera ein paar Sekunden zu lange, immer wird der Zuschauer überdeutlich drauf gestossen, das soeben ein Zitat, eine Anspielung stattfand. Leise Töne und Subtilität ist nicht die Stärke von Abrams. Das stört den Handlungsfluss, so wie es bei ?Married with children? störte, wenn jeder Auftritt von Al mit minutenlangen Szenenapplaus unterbrochen wurde.
    DIE ENTERPRISE SELBST
    Zum unhomogenen Gesamteindruck trägt auch das Set-Design bei, das wirkt wie von 10 verschiedenen Designern entworfen, die alle völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie die Star Trek Welt auszusehen habe. Auch deswegen mag sich das Innere der (überraschend billig gerenderten) neuen Enterprise im Kopf des Zuschauers nie zu einem ganzen Zusammenfügen.
    Die Brücke wirkt wie eine Douglas-Filiale und erzeugt in unnötigen Steady-Cam-Swooosh-Einstellungen den Eindruck man wolle einen neuen Rekord an Lense-Flare-Momenten aufstellen (wobei auch in den quietschebunten Weltraumszenen Lensflares gerendert werden, als müssten sie morgen das Plugin dafür zurückgeben). Der Vorteil des Trek-Designs das seit TNG genutzt wurde, war das es bei aller Fremdartigkeit immer den Eindruck vermittelte halbwegs funktionell zu sein, ganz egal ob es klingonisches, föderations oder cardassianisches Design war. Irgendwo steckte immer eine innere Logik dahinter. Die funkelnde Brücke mit ihrem Overkill ab Bildschirmen und Projektionen, Spotlights und Effektlichtern muss ein Alptraum für jeden sein, der konzentriert arbeiten oder gar ein Schiff mit hunderten von Besatzungsmitgliedern fliegen will.
    Mehr als einmal wurde ich an Galaxy Quest erinnert ? der im Direktvergleich der bessere Star Trek-Film ist und von dem am Ende auch gut geklaut wurde ? dort wurde das hanebüchene Design mit gigantischen Stampfern, tiefen Abgründen und unübersichtlichen Konsolen noch persifliert. Star Trek meint das aber durchaus ernst und vermutlich soll das Ganze auch noch stylish oder im Falle des einfallslosen Maschinenraums, mit seinem nur für einen weiteren schlechten Gag benutzen Rohrsystems, realistisch und dreckig wirken.
    SCHLUSSGEDANKEN
    Die Geschichte ist der letzte Dreck. Also es ist doch ganz einfach, hmm mir fällt nichts mehr ein->AHAAAA! Wir machen einfach ´ne andere Zeitlinie auf, dann können wir alles umschreiben. Gut es hat dann nichts so gegeben wie es schon gedreht war, kein TNG kein DS9 kein TOS – aber hey wir haben 2009 und da fahren die Leute lieber auf Effektmist wie Transformers rein als eine gute Story zu mögen. Insgesamt für sich gesehen ein hochglanzpolliertes Stück Schrott, da Inhalt fast gänzlich fehlt. Man hat den Eindruck der Film dient als eine Art Überlängentrailer um möglichst viele Filme darauf aufbauend zu verkaufen und den Namen “Star Trek” nochmal so richtig zu melken auch wenn einem nix mehr einfällt. Ist der Film für sich gesehen abgesehen von der Optik schon recht schwach, so spottet er dem Namen Star Trek endgültig Hohn! Das was Star Trek inhaltlich einmal ausgemacht hat, ist mit diesem Machwerk erloschen. Man hätte den Film auch mit jedem x-beliebigen Action-Titel versehen können. Es ist nur Einheitsbrei in netter Verpackung. Nur “Star Trek” verkauft sich halt besser und sorgt für Aufmerksamkeit. Schade! Der Film erkauft sich mit diesem Werbetrick Aufmerksamkeit, die aber damit das endgültige Erlöschen dessen besiegelt, was einmal “Star Trek” war. Das heißt Star Trek ist tot! Sehr bedauerlich!
    Seit wann muss denn Star Trek ein schneller, rasanter, action geladener, inhaltsloser und vor allem… ach ne da hab ich das Wichtigste schon gesagt… Film sein??? Star Trek ist nicht Star Wars, nicht Battlestar Galactica, nicht Andromeda oder Firefly… gerade die Tatsache, dass man auf den ersten Blick erkennen konnte: das ist Star Trek, hatte etwas magisches. Das Gefühl, das wir die Menschheit irgendwann an diesen Punkt gelangen werden und mit unglaublichen Raumschiffen hinaus ins Weltall fliegen, um fremde Welten und Lebensformen zu entdecken hat mich immer mit Faszination und Stolz erfüllt. ABER das da auf der Leinwand, also da will ich nicht leben und darauf will ich nicht stolz sein. Wenn wir in 200 Jahren noch affiger und unzivilisierter rumlaufen als jetzt und nur von Vollbratzen umgeben sind, dann nein danke. Ich meine was denkt sich dieser Abraham-Typ eigentlich? Der ist gut darin Ideen zu entwickeln aber nicht zu verwirklichen. Ein Visionär sieht anders aus. Das was er getan hat ist für die dummen kleinen Teenie-Happy-Hippo Flachpfeifen eine bunte, lustige, abgedroschene, unrealistische Zirkuswelt zu erschaffen. Das ist alles so lächerlich amerikanisch aufgeprotzt und direkt in your face das einem schlecht wird. Ich habe nur mal aus Spaß diese bescheuerten Lichtreflexionen gezählt, die ständig in die Linse poppen und ich habe schon nach 15 Minuten aufgegeben, weil ich schon bei über 60 war. Das kann doch nicht wahr sein? Was ist das für ein Raumschiff wo überall eine Million unwichtige Lichter blinken und Leuchten, die sind auf der Brücke eines Raumschiffes und nicht in einer Disco – Herr Gott noch mal!!!!

    Punkt!!!

    • morecomp sagt:

      So ist das nunmal mit Zeitlinien, Dinge die passiert sind, passieren nicht und deswegen gibt es auch keine Fehler, denn die Dinge sind nie geschehen. Und ehrlich, mir kam Star Treck die letzten Jahre sehr Mau vor, die Frischzellenkur rettet die Serie und wegen den paar alten Fans die dann nicht mehr kommen, macht man in Hollywood kein Fass auf. Ich erklär das auch gerne in Zahlen. Film für die alten Fans 5 Millionen, Film für die neuen Fans 35-50 Millionen Kinobesucher. Nicht konkret aber so in etwa. Das ist eben nur ein Geschäft und für die alten Fans hat es sich einfach nicht mehr gelohnt.

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