30 Jahre auf der Flucht

5. Dezember 2008 
Gossip, Personen

Dem Regisseur Roman Polanski ist es nach 30 Jahen, wohl nun lange genug und er möchte nun endgültig die Einstellung der Verfahrens aus dem Jahr 1977, wegen Kindesmissbrauchs erreichen.

Das Roman Polanski ein äußerst begabter Regisseur ist, ist wohl unbestritten und vielleicht wissen sie auch warum er nicht zur Oscar Verleihung fährt. Wenn Sie es nicht wissen, es liegt daran, das er im Jahr 1977 mit einer 13-jährigen im beidseitigen Einverständnis Sex gehabt haben soll. Zur damaligen Zeit war Polanski 44 Jahre alt und beidseitig oder nicht, für eine 13 jährige ist dies einfach zu alt. Wir können den Vorwurf des Missbrauchs also problemlos nachvollziehen.

Wenn Sie aber das Alter von Roman Polanski sehen, inzwischen ist er 75 Jahre alt, und berücksichtigen, dass scheinbar niemand wirklich zu schaden kam, könnte man in diesem Fall dem Ansinnen der Anwälte folgen, die nach 30 Jahren auf eine Einstellung des Verfahrens drängen.

Im Augenblick droht Roman Polanski immer noch eine mehrjährige Haftstrafe falls er nach Amerika einreist. Seit 1977 war Polanski demnach auch nicht mehr in Amerika.

Kommentare

5 Antworten to “30 Jahre auf der Flucht”
  1. Herr F. Meyer sagt:

    Roman Polanski hat zweifellos eine 13-jährige missbraucht. Die Gesetze sind da recht eindeutig formuliert und ich teile die Ansicht, dass das nicht passieren sollte – auch nicht in beiderseitigem Einverständnis. Letzteres muss ich wegen anderer Darstellungen anzweifeln.

    Allerdings hat die Justiz versagt. Es macht für normal denkende und handelnde Menschen hierzulande keinen Sinn, dieses Ereignis nach 30 Jahren so zu bestrafen, wie es die Gesetzeshüter in den USA vorsehen.

    Ein Fall bei dem sich die einschlägig denkenden Juristen austoben können um ihr 30 Jahre dauerndes Versagen zu kaschieren und ihr Handeln von scheinbar höreren Werten ausgehend zu legitimieren. In meinen Augen ist das auch ein Missbrauch.

    Ich selbst habe schon als 11-jähriger und mehrfach Missbrauch erlebt – sehr unangenehm durchaus – es war ohne mein Einverständnis und wurde nicht verfolgt. Es kann – muss aber nicht – bleibende Schäden verursachen. Ich bin sicher, meistens tut es das nicht – jedenfalls nicht wenn es einmalig ist. Auch die Täter sind Menschen – meistens nicht besonders kriminelle. Deshalb halte ich es für Schwachsinn, derartig drastische Strafen zu verhängen und überhaupt keine Verjährung vorzusehen.

    Eine Verurteilung Polanskis nützt weder dem Opfer noch wird es Polanski zu einem besseren Menschen machen. Der Zusammenhang, in den ihn heute eine Strafe stellen würde, kann er zu dem damaligen Denken, Fühlen und Leben wohl kaum noch herstellen. Eine Verurteilung nützt nur den philosophisch abstrusen Vorstellungen von Rechtsverdrehern.

  2. slow sagt:

    Herr F. Meyer, ebenfalls als Kind (10 Jahre) Opfer von sexuellen Übergriffen durch Erwachsene geworden, sage ich Ihnen: Täter gehören ohne Verjährung verurteilt. Es gibt wohl kein schlimmeres, weil folgenreicheres Verbrechen als Kindesmissbrauch oder Kindesmisshandlung. Demjanjuk gehört ins gefängnis, Kindesmisshandler und -missbraucher auch.

    Täter sind Menschen und waren einmal selbst Opfer. Als Erwachsene sind sie verantwortlich für ihre Taten und als Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Leider verzeihen viele ehemalige Opfer später den Tätern. Warum Sie es tun, weiß ich nicht. Frau Geimer hat vielleicht eine entsprechende Geldsumme erhalten. Diese Nachsicht hat subjektive, psychologische Gründe, die man wahrscheinlich auf den gemeinsamen Nenner “ungesunde emotionale Bindung an den Misshandler” zusammenfassen kann, der ja auch ein Interesse daran hatte, das Kind in seinem Sinne zu täuschen und manipulieren; kein Schwerverbecher erhält so viel Nachsicht wie Kindesmisshandler.

    • morecomp sagt:

      Wir billigen in keiner Weise Kindesmissbrauch, in diesem Fall sind die Fakten aber verschwommen und der Nutzen einer Verurteilung doch zweifelhaft und deswegen würden wir es erst gar nicht zu einer Verhandlung kommen lassen.

      Die bestimmt frühreife Dame hätte ihr Alter richtig angeben sollen/müssen und Polanski hätte sich erst gar nicht auf ein so junges Mädchen einlassen dürfen. Sie sagt selbst, es ist ihr kein Schaden dadurch entstanden und sie würde gerne auf eine Verhandlung verzichten. Er ist so alt, dass er wohl das Gefängins nicht überleben dürfte. Beides sind Gründe die uns jetzt daran zweifeln lassen, ob das hier zum Wohle des ehemaligen Kindes oder dem des Staates verhandelt wird. Von einer Gefährdung der Allgemeinheit ist nicht auszugehen. Mit 50 hätten sie Polanski 10 Jahre einsperren können aber nun ist es einfach zu spät.

  3. jones sagt:

    Was geht denn hier ab? Da wird behauptet, Polanski hätte Sex mit einer 13jährigen in gegenseitigem Einvernehmen gehabt. Dann heißt es, sie hätte ihm ihr wahres Alter verschwiegen. Vielleicht hat sie das, aber sicherlich eher, weil sie Model werden wollte und nicht, weil sie Polanski die Scheu nehmen wollte. Und in einem oben stehenden Kommentar wird noch weiter heruntergespielt und heruntergelogen (meist ohne bleibende Folgen usw.)
    Ist das hier ein Päderastenforum oder was soll diese auf falschen Aussagen basierende Beschwichtigungstaktik?

    Fakt ist erstmal, dass Polanski das Kind (so wird man es wohl nennen dürfen) unter dem Vorwand, er wollte Fotos für eine Modeeitschrift machen, in die Villa von Jack Nicholson lockte. Dort verabreichte er ihr Alkohol und ein Sedativum, um leichteres Spiel zu haben. Was dann noch an Widerstand da war, brach er einfach und vergewaltigte sie. Das mag für einige “gegenseitiges Einvernehmen” und den Beginn einer wunderbaren Liebesbeziehung darstellen, nach Recht und Gesetz ist und bleibt das Vergewaltigung.

    ich empfehle jedem, bevor er hier schreibt, sich erst mal kundig zu machen, was wirklich abgelaufen ist. Den Opfern helfen solche Verharmlosungen nicht. Ich verstehe aber auch Polanski, der sich nach extremen Verlusterfahrungen das ihm mit Gewalt Genommene gegebenenfalls auch mit Gewalt wiederholen wollte.

    • morecomp sagt:

      es war eine geile party und dann haben sie gepoppt. sie war planlos und er hätte sein hirn einschalten müssen aber polanski hat schon zu oft sich zu junge mädels geschnappt. ein einvernehmlich gibt es da nicht mehr, weil eine minderjährige kann das nicht einschätzen und ein erwachsener sollte das wissen und ein kind, egal wie aufgebrezelt, muss man ein kind sein lassen. was mich an dem ganzen stört ist das, alle beteiligten wollen es ruhen lassen, nur der staatsanwalt will zeigen das er toll ist. wenn die öffentlichkeit interresse daran gehabt hat, dann hätte man das schon viel früher klären können.

      und im nachhinein tut er der frau keinen gefallen damit. wenn sie polanski hinter gittern sehen will, dann ist es okay für mich und ich jammer da gar nicht mehr aber nicht für das ego des anwaltes.

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